Die Schwaben. Zwischen Mythos und Marke

Landesmuseum Württemberg (DE)

Sonderausstellung

arge gillmann schnegg
Konzeption, Szenografie, Umsetzung
2016

Ausstellungsgrafik: Groenlandbasel, Visuelle Gestaltung, Basel

Die Ausstellung versucht in einer multiperspektivischen Erzählung dem Phänomen und Mythos der Schwaben auf die Spur zu kommen. Sie nutzt dabei zwei Argumentationsweisen: Eine mit musealen Objekten unterlegte chronologische Erzählung und eine phänomenologische zeitgenössischen Annäherung.

Die Gestaltung schafft für diese Erzählung mit einprägsamen Raumbildern einen sinnlichen und informativen Rundgang. Die Ausstellungsarchitektur greift die inhaltliche Gliederung mit zwei ganz unterschiedlichen Rauminszenierungen auf. Die beiden Bereiche sind räumlich parallel angeordnet; Wanddurchbrüche, Vitrinen und halbtransparente Textilflächen lassen immer wieder Blicke in den anderen Raum zu: Historisches und Zeitgenössisches überlagert sich und kommentiert einander. 

Im historischen Bereich sind die Epochen für die Besucher klar lesbar gegliedert, unterstützt durch die starke, bunte Farbgebung, die jedem Bereich seine eigene Atmosphäre gibt. Ein spannungsvoller Wechsel zwischen großzügigen Zonen und intimen Kammern rhythmisiert den Rundgang und lässt die Objekte wirkungsvoll zur Geltung kommen. Eigens geschaffene Illustrationen und Karten vermitteln anschaulich die wesentlichen Informationen. Für den zeitgenössischen Bereich wurden Objektinstallationen entworfen, ein vielfältiges Kaleidoskop des Schwäbischen. Die Themen sind mit Augenzwinkern inszeniert und umgesetzt, wie etwa das Schwabenpanorama, das Universum der Erfinder, die Spätzleskulptur, das Dialektsprachlabor oder der große Schwabensetzkasten. 

Als roter Faden durch die Ausstellung wurden die «Bänkle» entworfen – Zitate, Fragen und interaktive Stationen kommentieren die Raumthemen. Hier können die Besucher innehalten und im besten Falle miteinander ins Gespräch kommen und darüber diskutieren, was denn nun wirklich schwäbisch ist...

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