Museum Neumühle Hallau
Neumühle Hallau (CH)
Museumskonzeption, Vorprojekt Architektur
arge groenland fischteich
Museumskonzeption
2017
Die Neumühle Hallau wird durch Umbau und Sanierung in ihrer ursprünglichen Funktion und Struktur authentisch erlebbar. Das historische Gebäude von 1806 wird auf den baulichen Zustand und die technische Funktion der 1940er Jahre zurückgeführt, als es auf der Nordseite durch die Industriemühle erweitert wurde.
Über das Eingangstor im Erdgeschoss gelangt man zum Empfang und fassadenseitig in den Café- und Gastronomiebereich. Im hinteren Bereich des Erdgeschosses befinden sich Teile der Maschinerie, die als Mühle in Betrieb sind. Eine Glaswand trennt die Maschinenteile aus Sicherheits- und Hygienegründen vom öffentlichen Bereich ab und wird zur «Vitrine». Die Mühle wird zum Exponat.
Ein besonderes Erlebnis bietet das Übernachten in der nach historischem Vorbild der 1940er Jahre eingerichteten Müllerwohnung im 1. OG. Mit minimalen Anpassungen und Einbauten wird sie als Wohnbereich für das neue Bed & Breakfast genutzt. Im heute leerstehenden 2. OG innerhalb des Dachraumes werden in einer zweiten Etappe zusätzliche «Dachkammern» eingebaut.
Das Aushängeschild der neuen Erlebnismühle in Hallau ist die individuell begehbare interaktive Audiotour, auf welcher der Besucher durch die Mühle geführt wird und einen Tag im Leben der Müllerfamilie miterlebt. Dabei folgt er einer in einem kultur- und sozialgeschichtlichen Rahmen eingebetteten Erzählung. In der Küche/Stube der Müllerwohnung beginnt die mehrspurige Audiotour mit einer Zeitreise in die Vergangenheit. Die Wohnung wird somit zusätzlich zur Bühne für die Inszenierung der Tour. Die Vermittlung fokussiert auf die auditive Erzählung und verzichtet weitgehend auf Ausstellungstexte. Für die Gäste, die in der Mühle übernachten, wird speziell eine mitternächtliche Rätseltour angeboten.